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Leishmaniose

1. Leishmaniose

Allgemeines

Die Leishmaniose ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger (Leishmanien), von Sandmücken (Gattung Phlebotomus) verbreitet werden.
Die Parasiten werden von Blutsaugenden (weiblichen) Sandmücken, durch ihren Stich, auf den Hund übertragen. Sie nisten sich in die weissen Blutkörperchen (Fresszellen)im Knochenmark ein und schädigen die inneren Organe. Besonders betroffen sind Leber, Milz und die Nieren. Sie reproduzieren sich in den Monozyten (Blutzirkulierende Zellen des Immunsystems), den Makrophagen (weiße Blutkörperchen) des Organismus.

Die Sandmücke ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden/heimisch. Sie sind nachtaktiv. Deshalb lässt sich exakt sagen, dass die Sandmücken eine Stunde nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang ihr unwesen treibt.
In Europa ist deren Saison von ca. Mitte Mai bis ca. Ende Oktober. Besondere Flugzeit der infizierten Mücken ist Mitte August bis Ende September.
Ein kleiner Trost: die Sandmücken sind SEHR windempfindlich. In windigen Gebieten ist es daher eher unwahrscheinlich auf sie zu treffen.

(mögliche) Symptome

Die Leishmaniose ist im deutschen Sprachraum noch nicht allzu bekannt. Aus dem Grund werden meist vorrangig die Symptome behandelt.

Erste unspezifische Symptome können sein:
- Durchfall
- Lahmheit
- allgemeine Trägheit und Appetitlosigkeit
- vertragen Hitze schlecht
- hecheln viel

Spezifische Symptome:
- "ausfransen" der Ohren
 Leichtes und mehrfaches Einreißen der Ohrränder. Beginn von Schuppenbildung an den Ohren, übergehend auf den Kopf bis hin zum ganzen Körper.

- Hautveränderungen
 Meist kreisrunde und schlecht heilende offene kleine Hautwunden. Bei den Spaniern meist verkrustete "Verletzungen" an der Nase.

- überlange Krallen
 Es fällt ein sehr schneller Krallenwachstum auf, welche leicht brüchig sein können. Durch die überlännge, der Krallen, verstellen sich die Pfoten und der Hund     
 bekommt zusätzlich Probleme beim Laufen.

- Augenveränderung (varriert sehr stark):
 Häufig zeigen sich Entzündungen der Augenlider im Zusammenhang mit Hautläsionen (Verletzungen) im Gesicht. Auch wurde beobachtet, dass Hornhaut  
 und Bindehaut (gleichzeitig möglich) entzündet sind. Außerdem ist in Seltenheit die Verklebung von der Iris mit der Netzhaut oder LInse festgestellt worden.

- (selten) verkümmerte Gesichtsmuskulatur:
 Es ist eine einseitige Verkümmerung der Gesichtsmuskulatur zu sehen, es fällt eine Ungleichheit der großen Kopfmuskulatur auf.

- lokale oder allgemeine Lymphknotenanschwellung:
 Es sind zwei oder mehrer Lymphknoten angeschwollen.

- Nasenbluten bei 5-10%:
 Aus welchen Gründen ist noch nicht festgestellt worden, aber es ist anzunehmen, dass es durch angegriffene und entzündete Nasenschleimhäute entsteht.

- Geruch (fortgeschrittenes Stadium):
 Es wird ein fauliger oder kotiger Geruch festgestellt, der am ganzen Körper des Hundes "haftet" und/oder auch im Maul zu riechen ist.
 Dies ist ein Alarmzeichen dafür, dass innere Organe wie z.B. Nieren und MIlz, angegriffen sind.

Diagnose

Durch eine Blutuntersuchung wird die Leishmaniose festgestellt. Dies geschieht durch einen indirekten Test, da sich die Leishmanien schwer im Blut nachweisem lassen. Es wird nach Antikörpern gesucht, die der HUnd nach einiger Zeit gebildet hat.
Den Antikörpertest nennt man

IFAT = ImmunFluoreszenz-Antikörper-Test.

IFAT ist eine in der Biologie und Medizin verwendete Methode, mit der Proteine oder andere Strukturen mit Hilfe von markierten Antikörpern sichtbar gemacht werden können.

Behandlung (Leishmaniose ist nicht heilbar!)

Derzeit ist zu raten, möglichst die Therapie für einen Importhund zu übernehmen, die an dessen Ursprungsort mit Erfolg eingesetzt wird.
Ein mit Leishmaniose infizierter Hund kann mit fachgerechter Behandlung ein langes und erfülltes Leben ohne Schmerzen und Einschränkungen führen.

Im Anfangsstadium wird meist mit Allopurinol behandelt. Es stammt aus der Humanmedizin und ist nebenwirkungsarm.
Im fortgeschrittenen Stadium wird meist mit Glucantime behandelt. Gleichzeitig wird eine Leberschutzbehandlung durchgeführt.

 

 

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